Für dich, der du neun Jahre lang mein Herz in deine Taschen gestopft und es dann leer zurückgegeben hast,
Du hast mir nicht nur wehgetan — du hast mein Leben aufgebraucht. Deine Worte waren wie Messer, deine Gleichgültigkeit wie Frost. Du hast mich klein gemacht, bis ich glaubte, mein Wert hinge von deinem Willen ab. Du hast mich erniedrigt, ausgelacht, mir meine Würde geraubt — und alles mit einer kalten Stimme, die so tat, als sei es selbstverständlich.
Weißt du, was bleibt, wenn jemand neun Jahre lang nimmt? Ein leeres Zimmer voller Fragen, ein Körper, der sich an Verzweiflung erinnert, und ein Herz, das gelernt hat, in Splittern zu prüfen, ob noch etwas echt ist. Ich habe geliebt, gebaut und vertraut — und du hast alles als selbstverständlich angesehen, als wären meine Nächte, meine Mühen, mein Ja nichts als Rohstoff für dein Ego.
Ich verachte dich nicht, weil du verletzt hast — ich verachte dich, weil du nie den Mut hattest, Mensch zu sein. Du hast geschwiegen, wenn du hättest sprechen sollen; du bist geflohen, wenn du hättest stehenbleiben müssen. Deine Ausreden sind wie Papier; sie brennen nicht, sie verstauben.
Dieser Text ist keine Bitte. Er ist keine Einladung zur Relativierung. Er ist ein Zeugnis davon, was du zerstört hast — und ein Schlussstrich. Ich nehme mein Leben zurück: meine Würde, meine Stunden, mein Recht auf Ruhe. Du darfst weiter in deiner kleinen, selbstgerechten Welt wohnen — aber nimm nicht länger an, dass ich dort ein Zimmer für dich habe.
Nichts an mir ist verloren, nur weil du es nicht sehen konntest. Ich sammle die Splitter, und aus ihnen baue ich etwas, das dir nie wieder gehört.
Unterzeichnet: Die, die du nicht mehr besitzen wirst.
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